Die Pferde der Tierschutz Stiftung Hof Butenland
Nicolina - die Gedanken sind frei...und jetzt macht sie die klaren Ansagen!
Im Jahr 1988 geboren, lebt Nicolina nun schon fast ihr ganzes Leben auf Hof Butenland,
gemeinsam mit ihrer Mutter Nixe, die im Januar 2009 gestorben ist.
Wenn sie sich nicht gerade darüber echauffiert, dass Kaspar sich immer in den Vordergrund drängelt, ist sie ganz begeistert davon, alles abzulecken, was an einem Menschen so dran ist, Hände, Gesichter, Jacken, Hosen. Durchaus eine nette, aber feuchte Geste.
Den Abschied von Nixe hat sie relativ gut verkraftet. Sie versucht jetzt ihre Posititon gegenüber Loriot und Kaspar zu klären. Meistens findet sie dabei die richtigen "Worte" zum richtigen Zeitpunkt und erspart sich somit unsinnige Diskussionen mit den Jungs. Diese Kunst, manchmal gepaart mit einem deutlichen Zwicken in das Hinterteil, hat sie von ihrer Mutter in 20 gemeinsamen Jahren gelernt.
Nicolina ist dabei, die würdige Nachfolge von Nixe anzutreten.
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Kaspar - der "Lütte" findet doch noch ins Leben...
Wie bricht man am besten die Psyche eines Ponys? Man kauft es als viel zu kleines Fohlen von einem Züchter,
lässt es mutterlos und isoliert in einer engen Box stehen und wartet darauf, dass es wächst, damit es für den Rest
seines Lebens kreischende Kinder im Kreis herumtragen kann. Vor letzterem konnten wir Kaspar, das im August 2006
geborene Welsh Pony bewahren, indem wir ihn frei kauften.
Doch an den Folgen dessen, was ihm bis dahin widerfahren war, knabbert er noch heute. Völlig verkrampft und panisch trat er sofort die Flucht an, oder schlug bei jedem Geräusch und jeder Annährung aus. Da der "Lütte" keinerlei Sozialisation erfahren hatte, wusste er sich einfach nicht anders zu helfen, als durch Tritte und Bisse. Es dauerte fast ein Jahr, bis wir ihn berühren durften und erst Nadins diverse Therapiebesuche führten dazu, dass sich Kaspar halftern, striegeln und führen lies. Wir üben täglich mit ihm, wenn auch mit nur langsam wachsendem Erfolg. Aber es ist toll, dass Kaspar in dem souverän Loriot einen Freund und Beschützer gefunden hat, der dem "Lütten" die nötige Sicherheit gibt, um ins Leben zu finden - die Beiden sind unzertrennlich.
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Loriot - "Welle machen" ist nicht sein Ding!
Dieser optische und charakterliche Traum diente bis 2005 als Schulpferd auf einem Reiterhof. Anfangs war der jetzt 19-jährige Loriot
desinteressiert an allem und jedem. Kein Wunder nach der Monotonie. Mittlerweile nimmt er aktiv am aufregenden Leben auf Hof Butenland
teil und ist in allen Lebenslagen Kaspars Beschützer. Insbesondere wenn es gilt, die Chefin Nixe wieder auf den Boden der Tatsachen
zurück zu holen, weil sie mal wieder "die Welle" macht.
Loriot beeindruckt nicht nur durch seine Größe - zum Striegeln benötigen wir eine Leiter - sondern auch durch seine Souveränität und Gelassenheit. Er ist tolerant, erhaben, gutmütig und geht vornehm jedem Streit aus dem Weg. Der Schöne sieht's halt einfach nicht so eng. Sind die Haflinger Damen mal frech und zwicken ihn, würdigt er sie keines Blickes, zeigt ihnen lediglich die kalte Schulter und geht erhobenen Hauptes einfach davon. Und Kaspars Spielattacken lässt er cool abwartend über sich ergehen, bis der "Lütte" sich wieder ausgetobt hat. Na ja - eine Macke hat Loriot zugegebenermaßen doch, denn er streckt gerne, oft und lange seine Zunge heraus und wir rätseln immer noch, wie er das wohl meint?
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