Die Enten der Tierschutz Stiftung Hof Butenland
Unsere Stockenten: Wilde Dinger mit Familienanschluss
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Die vier verwaisten Flausch-Knäuels wurden im Juni 2007 von Kira gefunden, als sie gerade einmal 2 Tage alt waren. Sie watschelten Mutterseelen alleine auf der Straße herum.
Da die Mutter auch nach langem Suchen nicht zu finden war, haben wir kurzerhand im Saunaraum ein Enten-Kinderzimmer eingerichtet, inklusive wärmender Rotlichtlampen und im Laufe der Zeit immer größer dimensionierter "Swimmingpools". Später perfektionierten die drei kleinen Erpel und das Enten-Mädchen ihre Schwimmkünste in den umliegenden Gräben und auch das Fliegen wurde fleißig geübt. Dann war es so weit: Flugtechnisch in Höchstform brachen die Vier an einem kalten, windigen Oktobertag auf und ihr typisches "Gaaaak Gaaaak" war nur noch von ganz weit oben zu hören. Wir antworteten, so, wie wir das Quartett den ganzen Sommer über gerufen haben, um sie nachts ins Warme zu bringen und riefen unser gewohntes "Pietiiipiet Pietiiipiet". Und dann passierte das Unglaubliche: Die Vier gaben eine kurze Antwort und schon begann der An- beziehungsweise Sturzflug direkt bis vor unsere Haustür. Seit dem wohnen sie auf Hof Butenland, machen hin und wieder einen kleinen Ausflug zum Deich, warten ungeduldig auf ihre täglichen Mahlzeiten, hocken gemütlich auf den Treppenstufen und haben sich mit allen anderen Tieren angefreundet. übrigens sind aus den vier wilden Dingern inzwischen sechs geworden, da sich das Stockenten-Mädchen gleich zwei Verehrer angelacht hat, die sie täglich zum Füttern mitbringt. Wie gesagt: Wilde Dinger mit Familienanschluss halt |
Ente gut - alles gut? Für die gloreichen Sieben schon!
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Im September 2007 fanden zehn bis dahin wenig glorreiche Mastentenküken den Weg zu uns. Tierschützer fanden sie in der Nähe einer Mastanlage im Graben. Vermutlich waren sie Teil einer "Warenlieferung", auf dem Weg von einer Brüterei zur Mastanlage. Wahrscheinlich hatte der LKW einfach nur einen Teil seiner ”nicht korrekt gesicherten Ladung” verloren. Wie gesagt, ursprünglich waren es zehn kleine Entlein, doch nur acht von ihnen konnten wir erfolgreich aufpäppeln.
Im Januar zogen sie dann vom Enten-Kinderzimmer im Saunaraum in den extra hergerichteten Stall mit eigener, elektronischer Entenklappe. Nachdem sie uns zunächst tagelang auf Schritt und Tritt hinterher gewatschelt waren, wurden die Acht langsam selbstständiger. Höchst interessiert beobachteten sie die am Rande der Graft lebenden Stockenten und dachten sich wohl: Was die können, wollen und können wir auch! Doch leider ist so eine Graft eben ein echter Wassergraben und kein stabiler, sauberer, übersichtlicher Pool, wie es die Planschbecken waren, die die Acht bislang kannten. Kombiniert mit einer gehörigen Portion Selbstüberschätzung führte das zu diversen Bruchlandungen, Schlitterpartien, Ausrutschern und Bauchplatschern. Entmutigen ließen sie sich jedoch nicht und ihre Ungeschicklichkeit war ja auch kein Wunder. Denn Mastenten sind auf Fettleibigkeit gezüchtete, flugunfähige, nicht fortpflanzungsfähige Hybriden, also eine Kreuzung zwischen Flug- und Pekingente, die in der Mast innerhalb von nur etwa 10 Wochen ein Gewicht von bis zu 4 kg erreichen und somit ihre "Schlachtreife" erlangen. Massive körperliche Beeinträchtigungen sind die Regel. So zeigen zwei der Enten Acht auch leider typische degenerative "Zuchtausmaßfehler: Behinderungen durch anormale Flossenstellung, gestörter Bewegungsablauf durch überdimensionale Fettbildung im Brustbereich, chronische Augentzündungen. Mittlerweile treibt die achtköpfige Entenschar ihr quirliges Unwesen nicht nur paddelnd im Wassergraben. Sechs von ihnen sind dank der vielen Bewegung und der Stockenten-Lehrstunden sogar flugtauglich geworden. Tja - und weil sie kein Navigationssystem besitzen, verfehlen sie schon mal ihre Start- und Landebahn. Da müssen die Rad- und Autofahrer halt einfach mal anhalten und warten bis sich der Flugverkehr auf Hof Butenland wieder beruhigt hat. So ist das hier eben! |









